• 24.03. – 01.04 Unterwegs auf der Südinsel mit Barbara

    1. April 2010

    So, nun endlich mal wieder was zum Thema Urlaub. Ist ja auch schon eine Weile her mit dem Urlaub. Leider kommen wir mit den Bildern nicht mehr hinterher, was immer häufiger dazu führt, dass wir einfach gar nix mehr „onlinen“. Aber nun zum eigentlichen Thema. Janas Mama hat uns im März/April hier für 2 Wochen besucht. Wir haben die Zeit selbstredend für alle möglichen Aktivitäten genutzt, so auch für einen 9-tägigen Trip in den Süden Neuseelands. Los ging es am 24.03., und die Reise fing auch gleich mal mit einer Überraschung an. Da für die Kiwis der Tag 2 x 12 Stunden hat, wird hier nicht direkt zwischen 8 Uhr Morgens oder Abends unterschieden. Man setzt einfach ein AM für Morgens und ein PM für Abends dahinter und schon weiß jeder Bescheid. Leider übersieht man das ab und an, und so standen wir morgens um 8 ziemlich doof am Flughafen herum und mussten uns von einem älteren Herren darüber belehren lassen, wie man hier die Zeit abliest. Also wieder nach Hause und dann noch mal versuchen. Gesagt, getan, und gegen Mitternacht waren wir dann auch da, wo wir 12 Stunden früher hätten landen sollen. So ging uns zwar ein lange ersehnter Tag im schönen Christchurch verloren, aber wir waren mal dagewesen.

    Der nächste Tag führte uns dann nach Oamaru, wo wir uns mehrere Pinguinkolonien ansahen. Nebenbei fanden wir auch noch Seelöwen, die am Strand faulenzten. Da dies unsere ersten freilebenden Zootiere waren, waren wir natürlich voll aus dem Häuschen. Die Pinguine allerdings kommen erst am Abend, und sogar in der Nacht an den Strand, so dass Sichtungen eher schwierig waren und meiwt auch enttäuschend, da die Nistplätze zum Teil extrem geschützt sind. Nichtsdestotrotz haben wir Blue Eyed Penguins (kleinste Pinguine der Welt, 30 cm, 1000 g) und Yellow Eyed Penguins gesehen und auch bewundert. Die Stadt selber ist auch schön und muss unbedingt noch einmal von uns besucht werden, da hier noch große Teile der ursprünglichen neuseeländischen Siedlungsarchitektur erhalten sind.

    Am 26.03. dann weiter nach Dunedin und zu den Moeraki Boulders – schöne runde Steine am Strand. Leider waren wir spät dran, so dass es recht bevölkert war am Strand und wenig gutes Licht zum Fotos machen. Schön war’s trotzdem. Dann weiter über den Shag Point (Kormorane heißen hier Shag’s) auf die Otago Halbinsel. Da haben wir vergeblich versucht, Königsalbatrosse zu sehen. Ansonsten ist das eine sehr schöne Autofahrt gewesen, für mich jedenfalls. Ziemlich kurvenreich, und direkt am Wasser entlang. Auf dem Rückweg nach Dunedin haben wir noch einen recht teuren Abstecher ins Larnagh Castle gemacht. Ein schottisches Schloß mit schönen Aussichten auf den Sund. Dann nach Dunedin, etwas die Stadt anschauen – klasse Bahnhof, aber ansonsten nicht das, was wir erwartet hatten. Essen im Hotel und dann nur noch schlafen, da das ein wirklich langer Tag war.

    Der folgende Tag führte vom Nugget Point über Kaka Point, Cannibal Bay nach Purakaunui Falls, McLean Falls und Papatowai. Der Nugget Point war definitiv ein echtes Highlight mit seinen großartigen Klippen, dem offenen Meer und einem romantischen Leuchtturm. In der Cannibal Bay konnten wir auf Tuchfühlung mit Seelöwen gehen, was einige mulmige Gefühle auslöste, da gerade die Bullen ziemlich groß, schnell und wirklich furchteinflößend sind. Mal vom Gestank abgesehen. Die Wasserfälle waren sehr schön, wenn auch teilweise schwer zu erreichen.

    Am 28.03. fuhren wir über die Cathedral Caves nach Porpoise Bay, Curio Bay und Invercargill um den Tag dann in Te Anau abzuschließen. Hier gibts eigentlich wenig zu berichten, da wir viel gefahren sind und immer nur kurz zum gucken aus dem Auto fielen.

    Der 29.03. war ein Ruhetag, da wir bis dahin schon einiges geschafft hatten, aber auch selbst geschafft waren. Te Anau ist ein kleines Touristenstädtchen, in dem alle, die zum Milford Sound oder zum Doubtful Sound wollen, übernachten, um den am nächsten Tag auf Tour zu gehen. Man kann hier wenig sehen, aber das Örtchen dient ja auch nur als Herberge, unter anderem auch für Langstreckenwanderer, die hier Mehrtagestouren in die umliegenden Berge starten. Da Jana und André aber nie wirklich stillsitzen können, haben wir noch kurz einen Abstecher zum Milford Sound gemacht, während Barbara und Cara die Ruhe genossen haben, um wenigstens mal dagewesen zu sein. Das waren immerhin 240 km über eine atemberaubende Passstraße mit allem, was André Spaß macht. Leider hat’s geregnet, so dass die Kurven etwas an Reiz verloren. Großartige Landschaften, wenn man mal was sah außer Wolken. Unbedingt ansehen!

    Der 30.03. war dann der große Tag, an dem wir erst mit dem Bus in ein spektakuläres, unterirdisches Wasserkraftwerk gefahren wurden, und dann mit dem Schiff bei gröbstem Sturm auf’s Meer. Der Doubtful Sound ist sehr schön, aber das Wetter schenkte uns an dem Tag wenig. Spaß hat’s trotzdem gemacht, aber das nächste Mal würden wir warten, bis die Sonne scheint.

    Am 31.03. machten wir uns auf nach Queenstown, die letzte Etappe unsere Trips. Dort schipperten wir gemächlich mit der TSS Earnslaw über den Lake Wakatipu, bevor wir den restlichen Nachmittag damit verbrachten, durch das kleine lebhafte Städtchen zu schlendern.

    Am 1.4. traten wir dann von Queenstown den Rückflug nach Auckland an, diesmal auch ohne ungeplante Verspätungen.

    Fazit: ein toller Trip, der viel Spass gemacht hat, auch wenn wir doch ziemlich viel im Auto gesessen haben.

    Hier die komplette Tour im Überblick:


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