• 09. – 15.04.2010 Südinsel Teil 1

    16. Juli 2010

    Nachdem das ja nun schon 3 Monate her ist, macht es eigentlich keinen Sinn mehr, über unseren 3-wöchigen Aufenthalt auf der Südinsel zu schreiben. Warum wir es trotzdem machen? Ganz einfach – wir hören gerade mal wieder mit dem rauchen auf, und haben demnach nichts besseres zu tun. Also macht euch auf einen verkrampften und gänzlich unlustigen Artikel gefasst. Das nur nebenbei…

    Ja, nachdem wir wochenlang geplant haben, und sich bei Jana ein Job, und damit ein regelmäßiges Einkommen ankündigten, machten wir uns am Morgen des 09. Aprils auf den Weg nach Süden. Das war diesmal unkompliziert, wenn auch eine rechte Schlepperei, da ja nun 2 Frauen zum Haushalt gehören, die jedes Gramm Freigepäck ausnutzen müssen. Cara alleine reist mit 14 Gepäckstücken, da sie sich einfach nicht entscheiden kann, ob sie z. Bsp. den Kinderwagen, den Buggy oder das hypermoderne Tragegestell zum jeweiligen Tagesausflug nutzen wird. Also packen wir alles ein, und zur Sicherheit noch etwas mehr, da man ja nie weiß, ob es warm, kalt, oder warm und regnerisch, oder wechselhaft mit Böen wird. Angekommen in Christchurch ging es schnurstracks zum Campervanverleih, wo wir dann nach einigen Einweisungen durch das nicht sonderlich motivierte Personal endlich in unseren Camper durften. Auch hier wieder – Geüäck, Gepäck, Gepäck. Das wurde aber ganz gut verstaut, und mal vom Geruch abgesehen, gefiel uns unser fahrendes Hotel sehr gut. Wir hatten einen recht betagten, aber dafür doch ordentlich in Schuß gehaltenen VW (6 Betten, mit Heizung und Fernseher). Dann gings direkt ab in die Stadt, wo wir uns mit Marcus, Claudia und den drei Kindern der beiden verabredet hatten. Im botanischen Garten, der wirklich sehenswert ist, kamen wir dann alle zusammen. Schöner Nachmittag, aber wir waren voll im Reisefieber und haben uns recht zügig auf den Weg Richtung Osten gemacht. Da es aber nach dem ersten Einkauf schon recht spät war, haben wir es nicht weiter als Lyttelton geschafft. Das ist ein nettes kleines Örtchen gleich um die Ecke von Christchurch. Campervan abstellen, Heizung anwerfen – es war wirklich kalt, und essen. Da es ein langer Tag war, ging es direkt ins Bett. Cara machte keinerlei Schwierigkeiten und schlief wie die Großen selig bis in den Morgen.

    Der nächste Morgen war von den üblichen Aktivitäten gekennzeichnet – Kaffee machen, waschen usw. usf. Jana war schon sehr früh draußen, um Bilder vom Sonnenaufgang zu machen. Was ihr auch gelungen ist. Da die Umgebung etwas ungewohnt war, zog sich unser Aufenthalt in Lyttelton bis in den Vormittag, und wir hatten doch so viel vor. Aber gut, der Weg nach Akaroa war schön, aber wenig spektakulär. Wir wollten eigentlich über die Pigeon Bay fahren, aber die Wege waren nicht geeignet für Campervans. So mussten wir einen großen Teil der Strecke wieder zurück, was nicht unbedingt in unseren Zeitplan passte. Wie auch immer, wir kamen gegen 6 in Akaroa an, und da bleiben wir bis zum nächsten Tag.

    Der Sonntag fing etwas koordinierter an, so dass wir es bis 9 in die Stadt schafften. Dort wurde erst mal die Ausflugsbootsituation geprüft, eine Delfintour gebucht und dann gefrühstückt. Cara war entspannt, also waren wir es auch. Und ab ging’s auf’s Boot. Ein Riesenkahn, ganz neu, und nur 5 Passagiere. Das versprach schon mal viel Arm- und Beinfreiheit beim Fotografieren. Sehr schöne Landschaften, jede Menge Robben, Reiher und Kormorane. Die Hector-Delfine, wegen denen wir ja eigentlich gekommen waren, machten sich rar. aber so ist das nun mal mit den kleinen Rackern. Wir sollten aber welche sehen, leider sind die Fotos nicht so prall geworden. Es gibt nur noch ca. 1000 von den Tieren, und sie leben alle in Neuseeland. Soweit wir das verstanden haben, sind sie die kleinste Delfinart überhaupt, und klein waren sie wirklich. Dann gings wieder zurück nach Christchurch, und dann weiter Richtung Arthurs Pass. In Springfield ist dann Schluss für diesen Tag.

    Montag sehr früh raus zum Bildermachen. Spektakulärer Sonnenaufgang, müde frühstücken und weiterfahren. Wenig spektakuläres zu berichten vom Pass, der Ort war sogar eine echte Enttäuschung. Die wissen sich einfach sehr gut zu vermarkten. Als Randnotiz sei hier noch erwähnt, dass man die Strecke Christchurch – Greymouth auch mit dem Zug machen kann. Im Winter soll das ganz besonders schön sein.  Aber wir wollten ja auch nach Punakaki, zu den Pancake Rocks, und die hielten, was sie versprachen. Das Wetter spielte auch mit, was es davor und danach nicht wirklich tat. Da blieben wir dann auch bis zum nächsten Morgen.

    Der Dienstag war ein reiner Fahr-, Einkaufs- und Schlaftag. Es regnete und stürmte, so dass wir wenig Lust hatten, vor die Tür zu gehen. Da wir alles dabei hatten, mussten wir das ja auch nicht, und konnten in aller Ruhe über Greymouth und Hokitika zum Mahinapua-See fahren. Viel Regen, daher auch wenig Bilder. Lustig war hier, dass die Straße, die zum See führte, Shanghai Road hieß. Das lag daran, dass der chin. Botschafter vor 100 Jahren mal auf dem See rudern war.

    Am nächsten Tag fahren wir erst mal wieder nach Hokitika, um uns etwas Bargeld zu organisieren. Das Wetter ist noch immer schlecht, aber für einen Spaziergang durch die Stadt reicht’s allemal. Hier ist alles auf den Verkauf von Jade ausgerichtet, es gibt Kunstgalerien und Cafés, aber es hat wenig Charme. Bus rein, Leute raus, kaufen und wieder weg. Schade eigentlich, da die alten Gebäude aus der Goldgräberzeit immer noch sehr viel Charme haben und man mehr draus machen könnte. Aber scheinbar will das keiner, also lassen wir Hokitika nach dem Besuch einer deutschen Fotogalerie (Jürgen Schacke) und des hübschen Museums hinter uns und sehen zu, dass wir in die Berge kommen. Tagesziel: Franz-Josef-Gletscher. Man mag es kaum glauben, aber der heißt wirklich so. Warum? Keine Ahnung… Da gab’s dann noch zur Belohnung einen Apfelstrudel, der wirklich gut war.

    Der letzte Tag der ersten Woche, ein Donnerstag, führt uns aus dem wenig beschaulichen Franz Josef Village zum Fox Glacier. Da ist es schöner, und es regnet auch nicht mehr. Also machen wir den mutigen Plan einer Wanderung. Wie das Leben so spielt, kann Cara gerade an diesem Tag nicht wandern, also kann nur einer der Großen gehen. Es trifft André, der sich nach sechs Tagen hinterm Steuer mit hängendem Kopf an die Arbeit macht. Die Tour war mit 2h ausgeschrieben, leider war er nach 3h immer noch nicht zurück, so dass Jana die Ranger informierte, die zufällig in der Nähe waren. Die haben ihn dann auch gleich gefunden, da er eh schon da war. Na ja, beim nächsten Mal werden wir uns den Startpunkt etwas näher ansehen, dann passt das auch mit der Zeit.

    Hier die Route der ersten Woche im Überblick:

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    HIER gehts weiter zu Teil 2

  • Neueste Kommentare

    • Kath sagt...

      1

      Hallo Ihr 3,

      habe mir gerade euren interessanten Bericht durchgelesen und dazu die schönen Bilder angeschaut.

      Freu mich schon auf den 2. Teil.

      LG und ein schönes Wochenende.

      PS: Super, dass ihr so schnell ein neues Haus gefunden habt.

      07/17/10 8:57 AM | Comment Link