• 29.08. – 14.09 – André in Australien

    30. September 2010

    Es ist ja nicht so, dass wir nicht herumkommen in der Welt. Das liegt zum einen an unserer unersättlichen Neugier, zum anderen ganz einfach am Job. Nach nur 4 Wochen bei Nestlé stand fest, dass ich 2 1/2 Wochen in Australien verbringen werde – zur Einarbeitung. Das klingt erst einmal verlockend, aber nach dem Trubel der vergangenen Monate waren weder Jana noch ich wirklich davon begeistert. Aber was tut man nicht alles für ein Monatsgehalt? Also ging’s dann Ende August nach Sydney ins Head office, wo ich 3 Tage damit beschäftigt war, Leute auszufragen. Gut war, dass es neben dem Büro auch gleich einen IKEA gab, wo ich mich ausgiebig an Köttbullar stärken konnte. Jana hat mir auch gleich aufgetragen, einen Krabbeltunnel für Cara zu kaufen, was ich mit großer Freude getan habe. Von der Stadt selbst habe ich wenig gesehen, da einfach keine Zeit für ausgiebige Besichtigungstouren war. Aber es war warm im Vergleich zu Auckland, und am letzten Abend habe ich es dann wenigstens noch geschafft, mir die Harbour Bridge und die Oper anzusehen.

    In Melbourne hatte ich 2 Wochenenden, die ich mit ausgiebigen Wanderungen durch die Stadt und einer Fahrt ins Umland bestens nutzen konnte. Ich war jedoch ständig am frieren und hatte wenig Gelegenheit, ohne Regenschirm herumzulaufen. Das Wetter war ein Disaster, auch wenn das auf den Bildern nicht so scheint. Nach 12 Jahren Trockenheit waren die Einheimischen jedoch froh, endlich mal wieder naß zu werden. Melbourne ist auf jeden Fall einen Besuch wert, man sollte jedoch jede Menge Kleingeld dabeihaben, da die Preise für den Ortsunkundigen teilweise astronomisch hoch sind. Schön war es trotzdem, auch wenn ich die ganze Zeit unter akutem Heimweh zu leiden hatte.

    Das erste Wochenende habe ich hauptsächlich mit schlafen, Stadtbesichtigungen und Museumsbesuchen verbracht. Eine echte Wohltat! Melbourne hat ein sehr gut ausgebautes Straßenbahnnetz, und wenn man die nötige Geduld hat – die Bahnen sind sehr, sehr langsam, dann macht das richtig viel Spaß. Es gibt jede Menge zu entdecken, und für den Liebhaber des Art Deco erst recht. Die Stadt hat sich viel von ihrem Charme bewahrt, allerdings wird hart daran gearbeitet, das Alte durch nicht immer angenehmes Neues zu ersetzen. Im Vergleich zu Auckland jedenfalls ist in Melbourne einiges mehr los – kulturell auf jeden Fall. St Kilda wie auch Fitzroy sind absolut sehenswert. Die Anzahl der Cafés und Restaurants ist überwältigend, es gibt unzählige Galerien und Trödelläden. Eine gesunde Mischung jedenfalls.

    Am 2. Wochenende musste ich dann aber raus aus der Stadt. Die Möglichkeiten sind auch hier nicht begrenzt, aber ich habe mich für einen Überlandtrip auf der Great Ocean Road entschieden. Die wurde zum Andenken der gefallenen australischen Soldaten des 1. Weltkrieges gebaut, und ist sicher eine der reizvollsten Straßen, auf denen ich bisher unterwegs war. Es ist allerdings an den bekannteren Sehenswürdigkeiten auch sehr voll. Man trifft auch hier auf Unmengen freundlich lächelnder Menschen aus einem großen Land im fernen Asien.

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