• 16. – 22.04.2010 Südinsel Teil 2

    30. Oktober 2010

    Nach sage und schreibe 6 Monaten nun endlich der 2. Teil über unseren Aufenthalt auf der Südinsel im April diesen Jahres. Eigentlich machen wir das jetzt nur noch der Vollständigkeit halber, und weil wir schlimme Sturköpfe sind. Aber gut, wir wollen euch auch nicht vorenthalten, was wir da unten erlebt haben. Der erste Teil liegt schon irgendwo hier auf der Seite rum, es dürfte also nicht schwer sein, sich noch mal ein Update zu holen, was so alles in der ersten Woche passiert ist. Los geht’s…

    Am Freitag (16.04) hatten wir endlich mal Glück mit dem Wetter – wie vorausgesagt,  so dass wir endlich unseren lang ersehnten Hubschrauberflug über die sagenhaften Gletscher am Franz-Josef-Gletschermassiv machen konnten. Da gibt’s nicht viel zu erzählen, außer, das unsere Cara uns an diesem Tag für vollends verrückt erklärt hat. Sie saß zwischen uns beiden und war einfach nur noch fertig mit der Welt. Wenigstens war sie ruhig, so dass wir in Ruhe mehr als 1000 Bilder machen konnten, von denen wir gleich hinterher 900 wieder entsorgten, da die Sonnenspiegelungen in den Fenstern nicht wirklich zum Gesamteindruck passten. Nach kurzer Verschnaufpause auf einem Schneefeld ging’s dann schon wieder zurück. Eine absolute Empfehlung, wir würden das jederzeit wieder machen. Jana hat sich dann noch den Lake Matheson angesehen, während Cara schlief, und André die Sonne bei ein paar Gläschen Wein genoß. Am Abend sind wir dann zum Gillespies Beach gefahren, an dem wir auch die Nacht verbrachten.

    Samstag regnete es, André macht sich aber trotzdem auf, den Galway Beach Walk zu erkunden. Der hatte es in sich, aber die vier Stunden Lauferei haben sich gelohnt. Am Ende des Weges – am Galway Beach, gab es fette Pelzrobben, die den beschwerlichen Weg zu ihnen wirklich wert waren. Schöne Tiere, allerdings sollte man ihnen nicht zu nahe kommen, da sie zum einen stinken, und zum anderen sehr aggressiv reagieren, wenn man ihnen den Weg zum Wasser versperrt.  Am Abend ging es dann weiter nach Haast, von dem hier nichts weiter zu berichten ist.

    Sonntag ging die Reise in Richtung Wanaka durch den schönen Mt. Aspiring National Park weiter. Kurze Zwischenstopps am Thunder Creek Fall, an den Blue Pools und am Lake Wanaka, von wo es aus dann am Lake Hawea weiter in Richtung Wanaka ging. Da es schon spät war, haben wir nur noch einen kurzen Spaziergang durch Wanaka gemacht. Ein sehr schönes Städtchen mit allerlei Cafés und Restaurants, leider auch sehr teuer.

    Am Montag (19.04!) laufen wir einfach nur durch die Stadt, genießen das fantastische Wetter und die herbstlichen Bäume am See. Cara bekommt endlich ihre obercoole Babytrage (damit sie uns auf unseren ausgiebigen Wanderungen begleiten kann). Abends fahren wir mit dem Camper in die Stadt, legen Cara ins Bett, packen das Babyfon ein und genießen unser wohlverdientes Hochszeitstags-Dinner in einem ausgesprochen schönen Thai-Restaurant. So ein Campervan hat schon was :-).

    Am Dienstag wollen wir dann die neuerworbene Babytrage ausprobieren und machen uns nach einer beschwerlichen Nacht (Cara wacht zeitig auf, schläft dann aber ewig weiter) auf an den Diamond Lake. Das ist ein wunderschöner See mit einem sehr schönen Wanderweg drum herum. Oben auf dem Wanaka Lake Lookout hat man einen atemberaubenden Blick über den See. Dort essen wir Mittag, bevor wir uns weiter Richtung Rocky Mountain aufmachen. Da oben hat man einen noch besseren Blick über den Lake Wanaka und den Mount Aspiring, einem großen Gletscher. Cara genießt die Wanderung sichtlich und schläft ein gutes Stück des Weges. Nach 5 Stunden sind wir dann wieder zurück am Camper und müssen uns langsam sputen, da wir noch weiter wollen. In Omarama ist dann am Straßenrand Schluss für diesen Tag.

    Mittwoch ging es wie immer früh raus und zu den Clay Cliffs. Sehr gutes Wetter, beeindruckende Kulisse. Was uns am meisten erstaunte, war ein chinesisches Hochzeitspaar auf Fototour in Neuseeland an diesem wirklich gottverlassenen Ort.  Zumal es wirklich früh am Morgen war. Aber wir kennen das ja… Dann ging’s weiter zum Mt. Cook. Alpines Flair, völlig überteuert, aber wirklich beeindruckende Landschaften. Hier hat Sir Edmund Hillary für seine Everest-Tour geübt. Das Hotel Eremitage war wohl mal beeindruckend, jetzt ist es nur ein 0815-Hotelbau, der irgendwo und überall stehen könnte, ohne aufzufallen. Dann noch Essen kochen, schlafen legen und süß träumen.

    Lange schlafen am Donnerstag , dann auf zum Gletschersee. Der Hooker Valey Track ist ein schöner Wanderweg für unqualifizierte Schnösel wie uns, so dass wir jeden Meter und die zwei beeindruckenden Hängebrücken genießen können, ohne auf jeden Schritt achten zu müssen. Der Hooker Lake mit dem dazugehörigen Gletscher ist sehenswert, auch wenn der ganze Dreck, den so ein Gletscher nun mal macht, den See graubraun färbt. Dann wieder zurück, Essen kochen, Bier trinken, Bonbons lutschen, Kaffee im Eremitage trinken und endlich mal wieder schlafen.

    Hier noch unsere Route der 2. Woche im Überblick:

    Größere Kartenansicht

    Das war’s dann mit der zweiten Woche. Im nächsten Bericht könnt ihr was über den Lake Tekapo, Kaikoura, Lyttleton und Christchurch erfahren. Bis dann…

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