• Mr. & Mrs. Lazybones

    5. Juni 2012

    Hallo ihr Lieben! Wir sind noch da, und mit uns natürlich (selbstredend) das Glück und die Macht. Allerdings haben wir vor lauter Glück völlig vergessen, dass da draußen Millionen von Menschen darauf warten, von uns zu hören. Nun, dann war’s halt eben mal still und jetzt ist es aber genug damit. Wir wollen uns bessern! Das war nicht das erste Mal, auch nicht das zweite oder dritte Mal und deswegen entschuldigen wir uns auch nicht mehr. Es ist nur einfach so, so, so unbeschreiblich schwer, sich vor dieses Maschinchen zu setzen und darüber zu sinnieren, was die Welt interessieren könnte. Ich habe beschlossen, und mit mir natürlich meine Frau (einvernehmlich), dass wir das mal als uninteressant abhaken und einfach da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Aber wo haben wir aufgehört? Mal schauen… Ah ja, Tonga im Juli. Das war schön. Seitdem ist eigentlich nichts weiter passiert. Glaube ich… O.k., meine Frau meint, dass ich das jetzt mal sein lassen sollte. Gut, los geht’s.

     Nachdem wir aus Tonga zurück waren, haben wir uns voller Wagemut wieder in die Haussuche gestürzt. Schließlich hatten wir eine Woche Zeit, über nichts anderes nachzudenken. Gesagt, getan. Am Ende dieser Aktion waren wir Besitzer eines 816 Quadratmeter großen Fleckchens Neuseeland. Ohne Haus wohlgemerkt! Das soll dann noch kommen, oder auch nicht. Die Betrachtungen zum Hausbau hier sollten eigentlich in einem gesonderten Artikel mit dem schlauen Titel „Zeig mir deine Ziegel“ behandelt werden, aber leider konnte ich den nicht fertigstellen. Meine Nerven liegen blank, und die meiner Frau auch. Tränen, Verzweiflung, Ruin, alles auf einmal. Aber wir schaffen das, wir müssen da durch. Nachdem wir mit 10 Firmen geredet haben (erfolglos) gibt es noch ein kleines Lichtchen irgendwie in dieser Baumafiafinsternis. Wir sehen es nur noch nicht. Wir wollen, wir könnten, aber die wollen einfach nicht so wie wir. Als gute Deutsche denken wir natürlich, dass es nicht an uns liegen kann. Es kann nur an ihnen liegen, an den Bauarbeitern nämlich, an den Architekten und den Planern muss es liegen. Diese Qualen! Schickt uns jemanden, der uns versteht, bitte! Haus bauen ist Quatsch mit Soße, und wir sind die Klöße. Jeder, der das schon mal gemacht hat, weiß das. Sprecht uns Mut zu, und schickt uns euer Erspartes.

     So, genug damit.  Wo waren wir nochmal? Ah ja, Tonga im Juli. Das war schön. Haben wir noch Wein? Ja, sehr gut. Dann machen wir mal weiter. September ging dann so weiter, bis ungefähr Dezember. Zwischendurch waren Kathleen und Steffen da (schön) und wir haben bis auf ein paar Ausflüge wenig bis gar nichts gemacht, was nichts mit bauen zu tun hatte. Jana hat sich mittlerweile ganz gut in die Baby- und Schwangerenfotografie eingearbeitet und erfreute bereits einige ihrer Kunden mit herausragenden Bildern. Ich wurstele mich so durch, und Cara macht das alles auch noch Spaß. Wo soll das nur hinführen? Nach Schanghai natürlich. Da war ich im Dezember beruflich (schön gesagt). Eine spannende Woche war das, aber ich war froh, wieder nach Hause zu kommen. Das Essen war wie immer ein Vergnügen, Taxi fahren auch. Ich konnte mich sogar an mein bröckelndes chinesisch erinnern, was durchaus hilfreich war. Mitgebracht habe ich einen Koffer, diverse (!) Handtaschen, Portemonnaies und schicke Klamotten für Cara. Nicht zu vergessen all die schönen Sachen vom Decathlon. So hatten alles was davon. Weihnachten war dann die Schwiegermama da und der Weihnachtsmann natürlich. Es gab wieder keine Barbie Boxenluder oder einen Ken Schumacher für sie, aber das Trampolin, der Sandkasten und alles andere (Hurra! Endlich ein Teeservice) waren Ausgleich genug für diese Enttäuschung. Leider regnet es ununterbrochen, was dazu führte, das Jana die glorreiche Idee hatte „Cara und Jana gehen ins Café und Papa spielt den Kellner“ zu spielen. Nun renne ich regelmäßig in einer unvorteilhaften Schürze hin und her und bediene die Damen zum Kaffeekränzchen. Gut, das dabei ab und an wenigstens ein Stückchen Kuchen für mich drüber bleibt.

    Jetzt ist es Januar, Matthias und Sarra sind gerade nach einem schönen Wochenende auf ihre Neuseelandtour gegangen, und wir haben endlich wieder Zeit für Fotos und unseren Blog hier. Nächstes Wochenende gehen wir zelten, das Wochenende darauf auch, dann liegt das Art Déco Festival in Napier an und dann ist der „Sommer“ fast schon wieder um. Drückt uns die Daumen, dass wir bald ein Haus finden oder im Lotto gewinnen. Es wird Zeit, mal an was anderes zu denken.

     Klitzekleiner Nachtrag: Nicht mal diesen Eintrag haben wir rechtzeitig veröffentlicht. Nun ist schon wieder Juni und hoppla! es gibt schon wieder so viel zu berichten, dass das für einen neuen Artikel reicht. Hurra!

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