• Urlaubsbericht Neuseeland – 3. Woche

    25. Februar 2009

    09.02.2009 Montag

    Weiter geht es heute um das East Cape rum. Wir wollen nach Te Aroa zum östlichsten Punkt Neuseelands, aber vorher noch ein kurzer Stop in Tikitiki, um die schönen Schnitzarbeiten im Maoristil in der St. Mary’s Kirche zu bewundern.Der East Cape Leuchtturm liegt auf einem malerischen Aussichtspunkt über der Küste Neuseelands. Man erreicht ihn über eine schmale 21km lange Schotterpiste von Te Araroa aus, dann geht es dann zu Fuß den Berg zum Leuchtturm hinauf. Der Blick auf den Pazifik und die traumhafte Küstenlandschaft ist die Belohnung für alle Mühe, aber wir müssen aufpassen, dass es uns dort oben nicht einfach wegweht… Weiter geht es zum nur 30 Minuten entfernten Hicks Bay, wo wir ein paar entspannende Stunden am Strand geniessen bevor es wieder weiter geht. Wir fahren durch karge Landschaft auf die andere Seite des East Cape und jetzt geht es direkt am Wasser lang. Ein kurzer Zwischenstop in Rakkakore, wo eine hübsche Kirche auf einer Landzunge ins Meer hinein rage und dann entlang dem Bay of Plenty. Übermorgen müssen wir in Coromandel sein, deshalb fahren wir heute lieber ein bisschen mehr, damit die nächsten Tage nicht allzu anstrengend werden. Gegen 20 Uhr erreichen wir schliesslich den Papamoa Beach und checken im Top 10 Holiday Park ein. Ausgestattet mit einem Döner und chinesisches Fastfood von gegenüber fallen wir gleich erschöpft in unsere Kojen. Wir schaffen es nicht mal mehr kurz an den Strand.

    10.02.2009 Dienstag

    Eigentlich wollten wir heute den unendlich langen Strand von Papamoa geniessen, aber leider regnet es zum ersten Mal in unserem Urlaub. Wir ändern spontan unsere Pläne und fahren nach Te Arahoa. Im späten 19. Jahrhundert war Te Aroha als Kurbad bekannt. Thermalquellen und Mineralquellen und der einzige Geysir (Mokena) der Welt, der von heißem, kohlensäurehaltigem Wasser gespeist wird, befinden sich nahe dem Stadtzentrum. André bucht ein Romantikpaket und so geniessen wir das sprudelnde Nass in einem separaten Raum in einer Holzbadewanne bei Kerzenschein und Rosenblättern. Wunderschön entspannend und genau das Richtige an einem verregneten Vormittag. Voller Energie geht es weiter nach Thames. Eigentlich wollten wir nur einen kurzen Zwischenstop einlegen, aber das kleine Städtchen gefiel uns so gut, dass wir kurzerhand in einem malerischen alten kleinen Cottage eincheckten. Nebenan gab es wieder alkoholfreien Sekt und wir waren wieder einmal total zufrieden und glücklich. Was macht man bei Regen sonst noch? Wir entschieden uns, noch einmal ins Kino zu gehen zu „Australia“. Das Kino war sehr, sehr alt und wirklich interessant, was man vom Film nicht wirklich behaupten kann. Den restlichen Abend genossen wir bei Wein und Sekt auf unserer kleinen Veranda. Diese Nacht konnten wir nicht wirklich gut schlafen. Spukten in dem alten Cottage etwa Geister?

    11.02.2009 Mittwoch

    Heute geht es auf zu unserer letzten Station. Zwischenstop in Coromandel Town, wo wir noch ein paar Lebensmittel einkauften und Mittag aßen. Etwa 3 km noerdlich von Coromandel Town befindet sich die „Driving Creek Railway & Pottery“. Es handelt sich dabei um eine Schmalspur-Eisenbahn, die von privater Hand gebaut und betrieben wird. Zu diesem Arial gehoert auch eine Toepferei mit ueberraschenden Gegenstaeden. Mit dem Zug geht es eine Stunde durch den Regenwald, ueber Bruecken, Tunnels und Spitzkehren, zu einem Aussichtspunkt. Die Weichen werden vom Lokfuehrer mit der Hand umgestellt und auf dem Weg sieht man kleine Kunstgegenstaende mitten im Regenwald. Die Blicke auf die Kueste sind herrlich und die Sonne blitzt immer wieder durch das dichte Gruen des Waldes. Schliesslich schlengelten wir uns sehr zu Jana’s Freude über Dutzende Serpentinen und erreichten gegen 15 Uhr schliesslich Opito Bay, wo wir für die nächsten Tage ein kleines Ferienhaus gemietet haben und am Samstag Zeuge werden sollten, wie Wencke und Christian den Bund für’s Leben schliessen. Gut, das wir vorher eingekauft haben, denn der nächste Tante Emma Laden ist 10km Serpentinen entfernt.

    12.02.2009 Donnerstag & 13.02.2009 Freitag

    Wir verbringen die Tage mit Lesen, langen Strandspaziergängen, Fotoshooting und Nichtstun. Einfach herrlich. Freitag kommen wir doch nicht drumherum, zum Tante Emma Laden zu fahren, denn die Milch und die Sonnencreme neigt sich dem Ende.

    14.02.2009 Samstag

    Die Sonnencreme hätten wir gar nciht gebraucht, denn es schüttet wie aus Eimern. Und heute ist die Hochzeit….Gegen 14 Uhr lichtet sich der Himmel ein wenig und wir haben Hoffnung. 15 Uhr: der Regen hat aufgehört und einer Trauung am Strand steht nichts mehr entgegen. Der aufgeregte Bräutigam geht auf und ab bis schliesslich Wencke von ihrem Opa an den Strand geführt wird. Beide sehen wunderschön und sehr glücklich aus. Es folgt eine wunderschöne Trauung ohne Regen, aber kaum werden die Beiden zu Mann und Frau erklärt, setzt der Nieselregen wieder ein. Naja, Regen bringt bekanntlich Segen. Diese Erfahrung durften wir bei unserer Hochzeit schliesslich auch schon machen, deshalb steht die Ehe unter einem sehr guten Stern 🙂 Die eigentliche Feier findet oben auf einem Hüge mit fantastischem Ausblickl in einem regengeschützten Zelt statt und der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Es war eine wunderschöne Hochzeit für ein wunderbares Paar.

    15.02.2009 Sonntag

    Ausgedehntes Frühstück aller Gäste mit dem frischgebackenen Ehepaar in der Leighton Lodge. Nachdem der Großteil der Gäste abreiste, fuhren wir mit dem verbleibenden Rest an den Nachbarstrand und versuchten, noch ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. Am späten Nachmittag versammelten sich alle wieder bei den Leighton’s um die Reste zu vernichten. Ein sehr lustiger Abend…

    16.02.2009 Montag

    Unglaublich, unser Urlaub ist zu Ende. Heute abend sitzen wir schon wieder im Flieger nach Shanghai. Erst einmal müssen wir aber packen und auschecken. Das hat Jana übernommen, da André nach der gestrigen Vernichtungsaktion über „leichte“ Kopfschmerzen klagt. Anschliessend muss Jana sich dann alleine über die unzähligen Serpentinen quälen, bis wir schleisslich am Cathedral Cove angelangten. Die Cathedral ist eine riesige gewölbte Höhle, die die Landspitze zwischen zwei Buchten durchbricht und wir erreichten sie nach ca. 1 Stunde Fussweg. Wir geniessen noch eine Stunde lang das Rauschen des Meeres und blauen Himmel, bevor wir uns schweren Herzens auf den Rückweg nach Auckland machen. Neuseeland will uns den Abschied erleichtern, denn je näher wir Auckland kommen, desto stärker regnet es. Aber der Regen tröstet uns nicht wirklich und so sitzen wir schliesslich um 23:30 traurig im Flieger nach Shanghai, wo wir am nächsten Morgen um 7 Uhr bei üblichem Nebel landen.

    Fazit: wir hatten einen wunderschönen Urlaub und wir waren garantiert nicht zum letzten Mal in Neuseeland, denn es gibt noch so viel zu sehen!

  • Comments are closed.